Grundgedanke
Unser Kindergarten arbeitet auf der Grundlage der Menschenkunde Rudolf Steiners. Er ist christlich ausgerichtet, aber nicht konfessionell gebunden. Der Leitgedanke ist das nachahmende Lernen. Jedes Kind durchläuft bis zur Jugend unterschiedliche Entwicklungsphasen. In den ersten sieben Lebensjahren lernt es vor allem dadurch, dass es seine Umwelt in all ihren Erscheinungsformen nachahmt. Die Erziehung soll sich genau an diesen Entwicklungsphasen der Kinder orientieren.


Schwerpunkte
- Freies Spiel
Das Kind lernt durch Nachahmung. Im Spiel verarbeitet es seine Eindrücke. Dem Spielen des Kindes Raum und Zeit zu schaffen, ist daher Hauptanliegen des Waldorfkindergartens. - Rhythmus und Wiederholung
Ein sich wiederholender, geregelter Ablauf eines Tages, einer Woche, des Jahres gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit. - Körperwahrnehmung
Im Waldorfkindergarten gehören körperliche Tätigkeiten zum Tagesablauf. Dazu gehört auch der wöchentliche Eurythmie-Unterricht. - Sinne
Die Kinder sollen die reale Welt mit ihren Sinnen entdecken und erforschen. Ihre Sinne werden behutsam angeregt: durch die Einfachheit und Echtheit der Holzmöbel und Spielsachen sowie harmonisch gestaltete Räume. - Sprache
Wann Kinder zu sprechen beginnen, ist ganz verschieden. Aber sie brauchen gute sprachliche Vorbilder. Im Waldorfkindergarten spielen daher Lieder, Märchen und Reime einen wichtige Rolle. - Phantasie
Die kindliche Phantasie soll gefördert werden. Im Waldorfkindergarten gibt daher es besonders viele noch nicht ausgestaltete Spielelemente (Tücher, Holzklötze, einfache Puppen oder Holzfiguren), die die schöpferische Kraft der Kleinen anregen. - Soziale Kompetenz
Die Kinder erfahren, dass es je nach Alter und Fähigkeit Regeln und Aufgaben (Aufräumen, Tisch decken etc.) für jedes einzelne Kind in der Gruppe gibt. So lernen sie auch Verantwortung für die Gemeinschaft zu tragen.
Kleine Literaturauswahl ...
| Author | Titel | Verlag |
|---|---|---|
| Barz, Brigitte | Feiern der Jahresfeste mit Kindern: für Eltern | 4. Auflage, Stuttgart: Urachhaus 1989 |
| Dreißig, Georg | Was Kinder innerlich stark macht. Märchen als Anregung sich selbst zu entdecken. | Stuttgart: Urachhaus, 2002 |
| Jaffke, Freya | Feste im Kindergarten und Elternhaus. Teil 1: Advent, Weihnachten, Drei Könige Fasching. Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten Bd. 14 | 2. Auflage, Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben, 1994 |
| Jaffke, Freya | Feste im Kindergarten und Elternhaus. Teil 2: Ostern, Pfingsten, Johanni, Michaeli, Laternenfest, Geburtstag. Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten Bd. 15 | 2. Auflage, Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben, 1996 |
| Kügelgen, Helmut von, Hrsg. | Plan und Praxis des Waldorfkindergartens: Beiträge zur Erziehung d. Kindes im ersten Jahrsiebt | 11. Auflage, Stuttgart: Verlag freies Geistesleben, 1991 |
| Kutik, Christiane | Entscheidende Jahre. Ein Handbuch zur Erziehung von 0 bis 7 | Stuttgart: Verlag freies Geistesleben, 2000 |
| Lintz, Martin, Hrsg. | Von der Würde des Kindes: Die Kindheit verstehen und Schützen | Stuttgart: Verlag freies Geistesleben, 1999 |